Sherry - das ist viel mehr als nur ein spanischer Wein.
Mit dem Namen Sherry verbindet sich eine jahrhundertealte
Geschichte: von den ersten Rebstöcken, die 1.000 v. Chr. die
Phönizier an die Gestaden der andalusischen Küste brachten, über
den legendären Raub des Freibeuters Francis Drake, der 1687 nicht
weniger als 3.000 Fässer Sherry stahl, bis hin zur Gründung der
ersten spanischen D.O. im Jahre 1935. Sherry wurde von Dichtern
gepriesen und in Opern besungen. Und nach einer Zeit, in der es ein
wenig ruhiger um diesen Klassiker war, feiert er derzeit ein
furioses Comeback. Doch was ist eigentlich das Geheimnis dieses
wunderbaren Tropfens? Was macht Sherry so einzigartig in der Welt
des Weines ? Auf jeden Fall seine Heimat ... Denn Sherry ist ein
hundertprozentiger Andalusier: mit Rasse, Klasse und Temperament.
Das Hauptanbaugebiet hat ca. 8.300 ha das ca. 80 % der gesamten
Anbaufläche entspricht. Es liegt im magischen Dreieck Jerez da la
Frontera - Sanlúcar de Barrameda - El Puerto de Santa Maria im
Süden Spaniens oberhalb der Stadt Cádiz. Sie tragen die geschützte
Ursprungsbezeichnung Jerez-Xérés-Sherry. Sie werden vom Consejo
Regulador ständig überprüft.
Sherry zeigt sich gleich
sieben mal von seiner besten Seite:
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Der Fino ist nicht nur als Aperitiv genial, er passt auch excellent zu vielen kulinarischen Genüssen, die sonst schwer von einem Wein zu begleiten sind. Versuchen sie einen Fino zu geräuchertem Fisch, Sushi, Salaten mit würzigen Vinaigretten oder zu Oliven.
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Durch seine leichte Art ist der Manzanilla der ideale Sherry zum Einsteigen. Ein vorzüglicher Aperitiv, aber auch wunderbar zu Meeresfrüchten, frittiertem Fisch und würzigem Antipasti. Auch zu eingelegten Gemüse- etwa kleinen Cornichons, Kapern odere Paprika - kann sich der Manzanilla behaupten.
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Alle trockenen Amontillados passen erstklassig zu luftgetrocknetem Schinken. Besonders natürlich zu Serrano, Pata Negra oder Jabugo. Aber auch zu Nüssen, Mandeln oder Pinienkernen sind sie köstlich. Die halbtrockenen kann man zum Dessert reichen oder als Digestif, wenn man keine starken wie Brandy oder Cognac möchte.
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Die trockenen Versionen des Oloroso eignen sich gut als Aperitiv, etwa zu Nüssen, Pasteten vom Wild oder - in Spanien sehr beliebt - wenn man Manchego- Käse als Tapa serviert. Die süßen Oloroso sind vorzüglich als Digestif, zum Espresso, zu Gebäck oder auch ganz pur zu einer guten Zigarre.
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Der Palo Cortado ist der komplexeste Sherry. Nimmt man ihn als Aperitiv, dann sollte man anspruchsvolle Patés oder gute Salami anbieten. Die alten, 20 oder 30 Jahre alten Palo Cortados sind für sich ein wunderbarer Genuss. Auch als Digestif können sie begeistern, weil sie mit wenig Alkohol ein genau so hohes Niveau haben wie feinster Cognac, Whisky oder Rum.
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Der Cream- Sherry ist natürlich der Klassiker zum Nachmittagskaffee. Sehr gut zu Törtchen und süßem Gebäck, in der Abendküche als Aperitiv zu Pasteten mit einer süßen Komponente oder als Begleiter von Blauschimmelkäse und anderen kräftigen Käsesorten.
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Ja nach Alter kann Pedro Ximénex sehr dickflüssig, fast sirupartig werden. Das Aroma ist schokoladig mit viel Pflaume und getrockneten Früchten. Man kann ihn nicht nur wunderbar "zum" Dessert nehmen - besonders zu Süßspeisen auf Schokoladen- Basis - sondern gerne auch mal als "Dessert". Ganz herrlich passt er auch zu hochwertigen Bitterschokoladen oder zum kräftigen Blauschimmelkäse.